Mittwoch, 30. Juli 2014

Zweifel

Es sieht mir eigentlich gar nicht ähnlich, kein Ziel zu haben.
Ich hasse mein Studium, ich hasse dieses wissenschaftliche Arbeiten und dieses ständige Zitieren, anstatt selber zu denken und zu philosphieren (glaubt mir, das will dort keiner sehen).
Ich sehne mich nach dem kreativen Schreiben, das wir früher in Deutsch gemacht haben. Darin war ich gut, ich musste nicht viel lernen und es hat mich irgendwie erfüllt, etwas künstlerisches auf die Beine zu stellen. Nach einer Hausarbeit und einem Essay fühle ich mich aber einfach nur schlecht.
Mir liegt dieses Studieren überhaupt nicht :(

In letzter Zeit gewittert es ständig bei uns. Auch jetzt rauscht draußen der Wind in den Baumwipfeln. Kein einziger Stern ist zu sehen.
Das Einzige, was mich glücklich macht, ist eigentlich die Zeit mit meinem Freund. Er kann richtig toll sein, wenn er will. Leider sehen wir uns nicht so oft und am Telefon neigen wir eher dazu zu streiten

Donnerstag, 24. Juli 2014

Zeit ist nur ein Augenblick

Ich verstehe nicht, warum wir lieber in der Vergangenheit schwelgen, anstatt offen für die Zukunft zu sein.
Warum wir frühere Maßstäbe ansetzen, warum wir an Personen denken und uns wünschten, sie wären noch da.
Es ist unlogisch und dumm so zu denken.
Uns trotzdem...fahre ich mit dem Auto auf der Landstraße, es ist abends und die abgeernteten Getreidefelder liegen orange und golden neben den hohen Maisfeldern; es fehlt nur noch ein Heuballen und ein Countrysong und ich denke: Wir müssen heute Abend Mais klauen gehen!
Aber es gibt kein Wir mehr, weil es das Du von damals nicht mehr gibt und weil das Ich und das Du nicht mehr dieselben sind.
Somit gibt es nur noch ein Ich.
Nicht nur, ein anderes Du, und das ergibt wieder ein anderes Wir, und es ist auch ein tolles Wir, aber es ist kein Du, mit dem man verrückte und kindische Dinge tun kann.
Ich bedauere und bereue sehr oft und manchmal bin ich sehr traurig darüber, dass das Du von damals oder auch das Du, wie es heute ist, nicht mehr da sind.
Die Personen, die einem am meisten am Herzen lagen, können einem auch am fremdesten vorkommen.
Fallhöhe. So heißt das in der Literatur.
Mein Bekanntschaften auf der Uni sind um ehrlich zu sein nur irgendjemand; man könnte sie austauschen und es würde nicht einmal auffallen. Es sind Zweckbeziehungen, mehr nicht, sobald man artig mit gewartet hat, wird man einfach stehen gelassen, weil jeder dort seine richtige beste Freundin hat.
Ich war die letzten Monate echt unter Stress, wir mussten so viele Bücher lesen, die Prüfungen waren schlimm und ich habe daher nicht besonders viel Zeit gehabt, über mein Leben nachzudenken oder überhaupt nur etwas zu fühlen. Ich habe einfach nur funktioniert.
Und jetzt, wo meine Prüfungen vorbei sind, fühle ich mich einsam.