Montag, 10. März 2014

I will never look forward for something

Wir sind heute nicht gefahren.
Ich nutze das schöne Wetter, um in meinem Zimmer meine Hausarbeit weiterzuschreiben.
Das Schlimmste ist, wenn du dich in einem Menschen so furchtbar getäuscht hast.
Es war ja klar, dass sowas passieren musste.
In meinem Arsenal an shit happens fehlte das noch.
Die Zeit vergeht, die Sonne geht unter und ich sollte nicht hier sein.
Vor allem sollte ich nicht so traurig sein.

Sonntag, 9. März 2014

Make it shine

Ich habe heute echt gute Laune ;)
Die Sonne scheint, draußen ist es warm und riecht nach Frühling.
Morgen machen mein Freund und ich einen Ausflug. Das kommt echt nicht oft vor, deswegen freue ich mich schon ganz doll;)
Mit meiner Hausarbeit bin ich hoffentlich bald fertig...dann folgt leider noch der bekloppte Praktikumsbericht.
Ehrlich gesagt hält sich meine Begeisterung, Lehrerin zu werden, mittlerweile ziemlich in Grenzen. ich dachte schon, nach meinem Abschluss weiter zu studieren und an der Uni zu unterrichten.
So hätte ich weniger Verantwortung und im Prinzip kann es mir egal sein, ob aus den Studenten was wird oder nicht. Ich brauche mich nicht mal anstrengen laut zu reden, weil ich ja ein Mikrofon hab. Der Alltag wäre wesentlich entspannter und ich würde nebenbei auch noch mehr verdienen.
Ich meine...sofern ich im Studium einigermaßen klarkomme...warum nicht?
Ich hätte zwar nie gedacht, dass ich das mal sagen würde: Aber ich mag das Studium eigentlich, wenn man sich erstmal an alles gewöhnt hat, macht es sogar irgendwie Spaß ;)
Natürlich bedeutet dass, dass es noch viel länger dauern wird, bis ich mein Geld verdiene. Aber die Vorstellung, dass mein Name dann Prof. Dr. Nadine Reichelt lauten könnte, wirkt äußerst verlockend.
Wenn ich nicht so fürchterlich empfindlich wäre, hatte ich mir auch vorstellen können, Gerichtsmedizinerin zu werden. Da die Leute schon tot sind, kann ich eh nicht mehr viel falsch machen^^
Oder irgendwas in die Richtung Verhaltenspsychologie und dann ein Profil eines potenziellen Serienkillers erstellen...
Naja, zumindest die letzten beiden Gedanken sind ziemlich unrealistisch.
Wer klare Vorstellungen von seiner Zukunft hat, ist echt im Vorteil.

Mittwoch, 5. März 2014

Thoughts

Es ist ungewöhnlich, dass ich zwei Tage hintereinander schreibe, aber ich brauche diesen Ausgleich, um meine Hausarbeit weiterschreiben zu können.
Die kreative Seite wird auf der Uni nicht mehr gefördert. Das Einzige, was zählt, ist die Wissenschaft, Objektivität.
Die Sätze sind kahl und steif; es ist Missbrauch, was man den armen Wörtern antut.
Außer als Schriftstellerin hat man aber kaum die Möglichkeit, dies zu verhindern. Selbst als Journalist gibt man sich dem Skandalösen und Sensationellen hin. Man tut auch nichts anderes, als die Sprache in den Schmutz zu ziehen.
Achja, ich hatte ja mal einen ,,Roman" begonnen. Inhaltlich kann man nun wirklich nicht von einem hohen Niveau reden, aber sprachlich...emotional...ist er gut und würde bei jedem, der keine Lust zu denken hat, über den sinnlosen Inhalt hinwegtäuschen.
Schon traurig, dass sich so etwas wahrscheinlich besser verkaufen ließe, als ein tiefgründiger Roman.
Ich glaube, unser Denken und Empfinden verdirbt mit jedem Tag.
Manchmal sehe ich in mich herein und erkenne den Menschen, der ich einmal war, nicht mehr wieder.
Da ist etwas Verbittertes und sogleich tief Verletztes.
Ich befürchte, dass die Stärke, die ich glaube zu spüren, keine echte ist.
Wirklich stark ist man nur dann, wenn man sich nicht von jedem Windstoß umwehen lässt und wenn man gar nicht erst fällt anstatt sich mühsam wieder hochzurappeln.
Ich glaube, dass ich einmal eine reine Seele hatte. Das hatten wir alle sowieso mal, aber ich denke, dass sie sich bei den Menschen aus pragmatischen Gründen auflöst.
Das, was wir als Kind noch nicht verstehen, ist, dass nur der überlebt, der stark ist und sich durchsetzt. Das sollte nicht so sein, aber da dies keine perfekte Welt ist, muss man sich durchfressen, um nicht selbst das Opfer zu werden.
Eigentlich ist da kein Platz für Mitleid oder Rücksicht oder Bescheidenheit.
Ich frage mich nur, ob es das wert ist.

 

Dienstag, 4. März 2014

Between the lines of fear and blame

Wenn man leben will, darf man keine Angst haben.
Alles was wir tun, alles, was vor uns liegt, könnte schief gehen. Wir könnten von uns selbst enttäuscht sein. Wir könnten von anderen enttäuscht werden.
Es ist schon etwas beschämend, sich die Worte einer Zeichentrickfigur zum Vorbild zu nehmen.
,,Ich kann Feiglinge nicht ausstehen."
Vielleicht habe ich mich angegriffen gefühlt, weil ich weiß, was für ein Hasenfuß ich bin/war.
So unsicher und immer vom Schlimmsten ausgehend, aus Angst, mit der unvorhergesehenen Enttäuschung nicht zurecht zu kommen.
So viel Zeit meines Lebens habe ich damit verschwendet, Angst zu haben und lieber einen Rückzieher zu machen, als etwas zu riskieren.
Ich habe Chancen verstreichen lassen, potenzielle Freunde gehen lassen und nicht die Verantwortung für mich selbst übernommen.
Ich fühlte mich auf den Bahnen, die ich kannte, irgendwie sicher. Ich hasste Veränderungen und ich hatte immer das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell an mit vorbeischnellt und ich Prüfungen ausgesetzt bin, die einfach nicht meinem Niveau, meiner inneren Stärke entsprechen.
Deshalb bin ich davongelaufen. Habe mich mit anderen Sachen abgelenkt, bin ausgewichen und habe mich geduckt oder hinter anderen versteckt.
Das war kein Selbsterhaltungstrieb, das war keine innere Warnglocke, die mich vor potenziellen Gefahren beschützen wollte.
Das war Feigheit. Weil ich nicht an mich geglaubt habe.
Das Schicksal ärgert unheimlich gern. Aber am meisten freut es sich, wenn es auf fruchtbaren Boden stößt. Reckt man entgegen der Gewohnheit sein Kinn in die Höhe, holt tief Luft und begibt sich in die Höhle des Löwen...hat man sich vielleicht so etwas wie Respekt verdient.
Aber desto mehr wir uns weiterentwickeln, desto besser und ausgefeilter wir werden, desto schwerer werden auch die Prüfungen, die wir bestehen müssen.
Aber was ist, wenn wir einen Grad erreicht haben, den wir nicht mehr übersteigen können, wenn es nichts mehr zum entwickeln gibt?
Vielleicht ist das das Schlimmste - auf einer Stufe festzustecken und sich nicht mehr verbessern zu können. Was tut man dann, wenn man keinen Grund mehr zu kämpfen hat?
Ist der Stillstand die Erlösung?