Montag, 14. Oktober 2013

Tomorow

Morgen ist meine erste Vorlesung - die erste meines Lebens.
Ich bin schon ziemlich aufgeregt, aber weniger davon begeistert, wann die letzte Vorlesung zu Ende ist.
Das wird ein echt langer Tag werden, ich habe keine Ahnung was ich anziehen soll; mir fehlen die Accsesoires. Es fehlt das Besondere. Das ist es.
Fakt ist, so wie es jetzt ist, geht es mit mir nicht mehr weiter.
Ich muss meine Ernährung umstellen.
Ich brauche eine neue Frisur.
Ich muss vielleicht sogar etwas Sport treiben.
Dann müsste es eigentlich gehen, zumindest annehmbar sein.
Ich weiß gar nicht, wann ich aufgehört habe zu strahlen. Auf allen Fotos, selbst die mit dem breiten Grinsen, sehe ich tot aus; meine Augen sind leer und kalt, meine Augenlieder hängen herab, als wäre ich schon im Begriff einzuschlafen.
Der Rest ist ok, aber es ist nur die Hülle, eine Hülle, die zu jedem beliebigem Gesicht passen würde.
Irgendwas ist mit mir passiert und ich habe keine Ahnung was, aber ich weiß, dass ich es irgendwie wieder rückgängig machen muss.
Selbst meine Art zu schreiben hat sich verändert; ist abgehackt und gefühllos. Kein normaler Mensch würde freiwillig bis zum Schluss des Satzes durchhalten.
Ehrlich gesagt bin ich überfordert. Mit dem Studium, das noch nicht einmal richtig begonnen hat und mit diesem quälenden Stadium des Erwachsenwerdens, das sich einfach nicht mehr aufschieben lässt.
Und ich habe Angst.
Ich habe Angst, mich in der großen Welt da draußen zu verlieren, irgendwo ziellos zu treiben, mich an nichts mehr festhalten zu können, einfach zu verschwinden, tot zu sein, den Verstand zu verlieren, allein gelassen zu werden.
Ich fürchte mich davor, nicht akzeptiert zu werden, keine Freunde zu finden, im Hörsaal zu sitzen und keine Ahnung zu haben, was ich mitschreiben soll, was wichtig ist und letztendlich nicht mehr zu wissen, worum es eigentlich ging.
 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Expectations

Man sollte einfach nichts erwarten.
Nichts vom Leben und erst recht nichts von einem Menschen.
Denn wenn du`s tust, wirst du enttäuscht.
Theoretisch kannst du dich nur auf dich selbst verlassen.
Obwohl du dich auch selbst enttäuschen kannst.
Zusammengefasst: Du kannst dich eigentlich auf niemanden hundertprozentig verlassen.
Und obwohl man das weiß, und diese Dinge einkalkulieren müsste, ist man trotzdem enttäuscht, wenn jemand oder etwas deine Erwartungen nicht erfüllt.
Weil man denkt, dass die Geschichte so weiterlaufen müsste. So harmonisch. So Happyend - mäßig.
Aber leider ist das Leben jenseits von Hollywood und meistens kommt es so, wie man es nicht erwartet hat - im positiven und im negativen Sinn.
Meistens sagen, tun, versprechen die Menschen um dich herum nicht das, was sie sollen, wenn man an das ungeschriebene, selbsterdachte Drehbuch des Lebens denkt.
Manchmal tun sie einfach gar nichts.
Sie trösten dich nicht, wenn du traurig bist,
sie pflichten dir nicht bei, wenn du über etwas wütend bist,
sie erinnern dich an unliebsame Dinge, wenn du gerade glücklich bist,
wenn du etwas nicht möchtest, drängen sie es dir auf,
wenn du sie brauchst, sind sie nicht da.
Vielleicht wäre das Leben langweilig, wenn es nicht so antithetisch aufgebaut wäre, wenn die Kontraste und Gegensätze nicht immer aufeinanderprallen würden und ein breites Spektrum an Frust hinterlassen, weil nichts, aber auch gar nichts, das tut, was es soll.
Aber wäre das Leben wirklich so schlecht, wenn es langweilig wäre?
Wenn es einfach ganz normal wäre?
Ohne Väter, die ihre Familie sitzen lassen,
ohne Prüfungen, die nicht bestanden werden,
ohne zu viel Verantwortung zu verfrühter Zeit haben?
Doch selbst wenn wir dadurch das Schlechte von uns fernhalten könnten, würden wir nie in den Genuss des puren Schönen kommen.
Letztendlich, wenn das eigene Leben nicht allzu schlecht läuft, ist man vielleicht froh, dass es genauso ist wie es ist.
Ich weiß nicht, warum es so schwer ist, zufrieden zu sein und Rückschläge, Enttäuschungen einfach hinzunehmen und sie zu akzeptieren.
Vielleicht bleiben wir immer ein ganz klein wenig Kind.
Ein kleines Kind, das noch an Märchen glaubt.

Montag, 7. Oktober 2013

A Grey Day

Heute  war ein schlimmer Tag.
Es gibt zwar schlimmere Tage, wesentlich fürchterlichere, grauenvollere, absolut schwarze Tage, aber der hier war heute einfach nur schlimm.
Leider ist das hier kein Tagebuch, deshalb kann ich nicht erzählen, was passiert ist.
Eigentlich sind es nur viele Dinge, die sich angehäuft und mich im besten Fall nur verunsichert haben.

Auf der Zugfahrt nach Hause saß ich allein, schaute aus dem Fenster, weil ich mich auf das Buch nicht konzentrieren konnte.
Der Zug fuhr schnell, viel zu schnell, alles rast vorbei, die Zeit, das Leben.
Die Konturen verwischen wie in einem Science -  Fiction Film, wie in einer Zeitreise.
Das Grau des bewölkten Himmels spiegelt sich auf den Schienen; hinter mir steht ein Mann. Er ist nervös und führt Selbstgespräche, will nicht erwischt werden. Seine Hand umklammert die Ecke meiner Sitzlehne, dabei hat er ein paar einzelne Haare von mir eingeklemmt.
Eine schwarzhaarige Frau setzt sich mir gegenüber, blättert in einem Heftchen mit lila Umschlag, schweigt, legt den Kopf schief.
Draußen gibt es keinen Twilight - Wald; es gibt nur Felder, Wiesen und traurige Bäume, die sich trostlos inmitten der Einöde verlaufen haben, einem Abgrund aus blauem Grün, hartem Grau und toten Braun.
Dort stehen sie, ein wenig schief, vor meinen Augen scheinen sie zu wanken, sich gegenseitig zu stützen.
Wenn es keine Sonne gibt, gibt es nichts, was diesen Anblick beschönigen könnte.
Ich habe heute zum ersten Mal darüber nachgedacht, warum ich Lehrerin werden will.
Die Leiterin des Instituts für Germanistik hat eine flammende Rede gehalten, ohne Zettel, souverän, gelassen, ganz in edlem Schwarz.
Ich wusste gleich - so wie sie wollte ich auch einmal reden können, die vielen Fremdbegriffe, die komplizierten, hochtrabenden Sätze, diese Überlegenheit, die in jeder Silbe mitschwang.
Wenn wir eine gute Lehrerin werden wollten, sollten wir uns nicht darauf ausrichten, uns nur die wichtigsten Informationen anzueignen, sondern viel mehr als das lernen, das gefordert ist.
Eine gute Lehrerin kennt Hintergründe, sie kann viele Sachen erklären ohne sagen zu müssen ,,das ist einfach so".
Eine Lehrerin repräsentiert Bildung, Kompetenz, sie ist ein Vorbild.
Ich habe schon einige Studenten gefragt, warum sie sich für dieses Studium entschieden haben.
Alle hatten irgendeine sinnvolle Begründung.
Ich nicht.
Ich habe nie als kleines Mädchen davon geträumt, zu unterrichten.
Ich bin ledigdlich sehr gut in Deutsch und Geschichte und kann gut erklären.
Das wars.
Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob das wirklich das Richtige für mich ist. Wenn ich eine schlechtere Lehrerin bin, versaue ich vielleicht anderen jungen Menschen ihr Leben.
 

Dienstag, 1. Oktober 2013

No good title found

Ich bin so dumm.

Nicht nur, weil ich heute beim Autofahren sämtliche Dinge falsch gemacht habe -
ich möchte nicht weiter darauf eingehen - sondern, weil ich nicht einmal mitbekommen habe, dass niemand meinen Blog lesen kann.
Die Einstellungen habe ich jetzt überarbeitet und er müsste jetzt für jeden zugänglich sein.
Trotzdem ziemlich peinliche Aktion.

Ich habe beschlossen, mal etwas über mich zu schreiben, damit die, die neu auf meinem Blog sind, auch wissen, worauf sie sich hier einlassen.

1. Obwohl ich ständig Horrorfilme gucken möchte, ziehe ich mir im entscheidenden Moment die Decke über den Kopf.

2. Ich studiere Lehramt, obwohl es mir bislang noch an Selbstständigkeit fehlt und ich noch Schwierigkeiten habe, auf fremde Menschen offen zuzugehen

3. Wenn ich zu viele Tomaten oder Schokolade esse, bekomme ich diese unschönen Pickel :(

4. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf, habe riesigen Hunger und plündere entweder den Kühlschrank oder meinen Vorrat an Milka Crispellos.

5. Ich liebe die Farbe Aprikot, obwohl sie mir nicht steht.

6. Es ist absolut ungerechtfertigt meinem Freund zu misstrauen. Ich tue es trotzdem.

7. Wenn ich viel Zeit habe und eine Menge unternehmen möchte, tue ich im Endeffekt nichts.

8. Kartoffeln mag ich nur als Muß oder Pellkartoffeln

9. Ständig personifiziere ich Gegenstände. Mein Auto heißt Mia.

10. Mein Freund ist der Einzige, der über meine Scherze lacht, die eigentlich keine sind, was ihm aber nicht auffällt, weil für ihn so ziemlich alles was ich sage oder tue wunderschön vorkommt